dramatisch

Aufregende Inszenierungen von interessanten Ensembles

Jung

Aufführungen vom Kinderensemble unserer eigenen Theaterschule

Ausdrucksstark

Aussergewöhnliche Puppentheater-Aufführungen für Jung und Alt

Musikalisch

Tolle Musiker bieten Hochgenuss für Auge und Ohr

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Geschichte des Hauses (Theater am Torbogen)

Das jetzige Gebäude, in dem sich das Theater befindet, – bis zum Jahr 2005 ohne Hausnummer, ohne Strom, ohne Wasser – stammt nachweislich aus dem Jahre 1843 und beherbergt einen Gewölbekeller, der wesentlich älter ist. Die früheren Besitzer waren über vier Generationen Schafhalter. Das Gebäude diente ihnen als Scheuer für ihre Gerätschaften, nicht als Schafstall.

Um 1944 stellten die Besitzer die Schafhaltung ein; die Scheuer wurde nicht mehr benötigt und deshalb zu Kauf ausgeschrieben. Da sie aber zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt wurde - sie ist für damalige Rottenburger Verhältnisse eine ungewöhnlich hohe (17,00m) und auch geräumige Scheuer, gebaut aus Sandsteinblöcken aus zwei Steinbrüchen unweit von Rottenburg - fand sich kein Käufer.

Das ursprüngliche Theater am Torbogen befand sich bis 2004 in einem altstadtnahen (Torbogengässle 6), architektonisch interessanten Holzhaus (Architekt: Johannes Manderscheid), allerdings in Miete. Nach gerademal knapp zwei Jahren verkaufte der Besitzer das Haus, und die neuen Besitzer kündigten das Mietverhältnis wegen Eigenbedarfs. Bis zur Fertigstellung des neuen Theaterhauses bekam die .Bühne „Asyl“ im neuerbauten evangelischen Gemeindehaus.

Heidi Heusch und Reinhard Kilian kauften 2005 die Scheune, welche sich in einem sehr desolatem Zustand befand: das halbe Dach fehlte, weshalb der eindringende Regen die meisten Balken verfaulen ließ; man konnte die Scheune nur ebenerdig betreten, denn die in den Giebel führenden Leitern waren morsch oder zerbrochen. Den Bewohnern rundum diente das verfallene Gebäude als Müllablageplatz. Der Kaufpreis war dementsprechend niedrig: 30 000 € plus Maklergebühren und Notarkosten. Mit viel Eigenleistung seitens der beiden Besitzer und dem zwischenzeitlich gegründeten Verein „Theater am Torbogen e.V.“ und ausschließlich ortsansässigen Handwerksbetrieben wurde umgebaut. Die Kosten für den Umbau - die Eigenleistungen nicht mitgerechnet – beliefen sich auf 440000 €.

Heute ist das Theater am Torbogen ein stattliches Gebäude, durch das die Altstadt, vornehmlich das alte Ehingen, eine Aufwertung bekam. Es befindet sich immer noch in privater Hand und hat als kulturelle Einrichtung einen sehr guten Ruf weit über den Landkreis Tübingen hinaus. Die derzeitige Auslastung liegt bei 94%.