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Die Befristeten nach Elias Canetti

In der utopischen Satire von Elias Canetti aus dem Jahre 1952 geht es um eine fiktive Gesellschaft, in der die Menschen ihren Todestag und damit ihre verfügbare Lebenszeit kennen. Sie wird angeführt von einer Instanz namens Kapselan, der das Sterben verwaltet und kontrolliert. Vorzeitiges Sterben oder eine kleine Zugabe an Leben gibt es in der Diktatur des letzten Augenblicks nicht. Niemand spricht über sein wirkliches Alter, das Todesalter ist im Eigennamen angezeigt. Jeder ist glücklich damit, sein Leben genauso einzuteilen, wie er es möchte – Gewissheit über den Tod bedeutet für die Menschen auch ein Ende der Trauer. Nur eine Frau namens Fünfzig beginnt an diesem System zu zweifeln.

Eintritt: 10,00 €