+++++++ wegen der Corona-Krise fällt diese Veranstaltung aus! ++++++

 

 

mit den jungen Erwachsenen des Theaters am Torbogen

„Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil“.
Albert Einstein

Zwei Männer in langen Ledermänteln haben sie aus der Wohnung abgeholt, morgens ganz früh, als es noch dunkel war. Else hatte keine Ahnung, was das für Männer waren. Irgendetwas mit „Geheim“ und „Polizei“ wurde geflüstert. Aber warum trugen sie keine Uniform wie der Wachtmeister im Kasperltheater? Und was wollten die von ihr? Sie hatte doch nichts ausgefressen?

Else Matulat wächst am Rande von Hamburg auf. Es herrscht Krieg. Trotzdem gehen Else und ihre Freundinnen zur Schule und versuchen ein normales Leben zu führen. Was Else damals nicht weiß: daß sie nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist, und daß die Nazis sie als „Zigeunermischling“ klassifiziert haben. In einer Frühjahrsnacht 1943 ändert sich für das achtjährige Mädchen alles: Sie wird abgeholt und mit anderen Sinti- und Roma- Familien nach Ausschwitz deportiert. Vater Matulat setzt alle Hebel in Bewegung, um Else zurückzuholen…Das Konzentrationslager hat sie überlebt.

Michael Krausnick hat diese wahre Geschichte behutsam und unverstellt nacherzählt.

In der Inszenierung von Heidi Heusch steht jedoch Emil Matulat, der Pflegevater von Else, im Mittelpunkt. Kann doch ein einzelner so viel Widerstand und so viel Zivilcourage aufbringen, daß er ein Regime ins Wanken bringt.

Zivilcourage und Widerstand gehören derzeit zu den wichtigsten Eigenschaften in unserer Welt. „Elses Geschichte“ war für das Jugendensemble der Einstieg, um Widerstand und Zivilcourage zu üben und in die Tat umzusetzen. Sie bekamen dafür den „Lilly-Zapf“- Preis der Stadt Tübingen.

Für Menschen ab 14  Jahren.
Eintritt: 10 €

Bilder: © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg (Zeichnungen des Buchillustrators Lukas Ruegenberg)