Das Programm 2019/2020:

 

Muschelkind Mittwoch, 17. Juli und Donnerstag, 18. Juli (jeweils 18 Uhr)

„Muschelkind“ Nach dem gleichnamigen Roman von Rudolf Herfurtner

Als Margarete, fast dreizehn und unübersehbar rothaarig, bei der Bernmüllerin ein altes Buch mit Muschelprägung entdeckt, in dem Generationen von Frauen über Jahrhunderte hinweg die Geschichte des Bernbachs festgehalten haben, gerät sie unversehens in eine fremde, scheinbar ferne Welt. Die Geschichte des Baches, von jeher verbunden mit der Geschichte der Flussperlmuschel, erzählt nämlich auch von den Menschen, die an ihm lebten – und wundersamerweise immer wieder auch vom Schicksal rothaariger Mädchen.

Altersempfehlung: ab 8 Jahren, aber auch für Erwachsene. Spieldauer: 70 Minuten.

Eintritt 6,00 €

Safety Last – Ausgerechnet Wolkenkratzer Samstag, 20.Juli 2019 um 21 Uhr

Sommernachtskino

„Safety Last – Ausgerechnet Wolkenakratzer“, ein Stummfilmklassiker mit Harald Lloyd
Live am Piano begleitet von Hans Jörg Lund, Mössingen

Ein junger Mann vom Land versucht sein Glück in der Großstadt, um seinem Mädchen zu gefallen. Zunächst gelingt es ihm auch, ihr vorzutäuschen, dass er in  dem Betrieb, in dem er einen unter-geordneten Job macht, Chef sei. Erst eine riskante und lebensgefährliche Wette aber bringt ihm den ersehnten Reichtum. Die Stummfilmkomödie enthält eine berühmte Szene, mit der sie in die Filmgeschichte einging: Zappelnd hängt der Hauptdarsteller und Regiesseur Harald Lloyd am Zeiger einer riesigen Uhr eines Wolkenkratzers, während weit unter ihm der Straßenverkehr fließt.

Die Uraufführung dieses Stummfilms im Jahr 1923 wurde ein großer Erfolg. Allerdings fielen durch die echte Darstellung und die brilliante Regie immer wieder Besucher in Ohnmacht, sodass die Veranstalter verpflichtet wurden, bei den Vorführungen einen Arzt oder eine Krankenschwester zu engagieren. Neben seinen jüngeren Kollegen Buster Keaton und Charlie Chaplin gilt Lloyd als ‚third genious‘. Der Stummfilm wird am Klavier von Hans-Jörg Lund begleitet.

Eintritt: 10,00 €

Ukulele Kameradschaft Sonntag, 21. Juli 2019 um 18 Uhr

 

Mit ihrem Mix aus Stubenmusik und Rock’nRoll spielt die Ukulele Kameradschaft Breisgau zwar selten mehr als 3 Akkorde – aber immer die Wahrheit! Absoluter Grössenwahnsinn also – und das auf sehr kleinen Instrumenten – kurz: allerbeste Weltverbesserung.

Eintritt: 10 €

 

Die Brücke nach Haifa Freitag, 20. September 2019 um 19 Uhr

bmd

Ein dokumentarisches Licht-und Schattenspiel von und mit Janne Wagler

„Die Tübinger Schauspielerin Janne Wagler nimmt das Publikum mit auf eine Reise nach Israel und Palästina. In szenischen Miniaturen verknüpft sie Erlebtes dort mit biografischem Material. Sie baut Brücken aus Licht und Schatten. Eine poetisch- dokumentarische Spurensuche.“

Ausgangspunkt  für diese Performance sind Texte, die in Israel entstanden. Die Schauspielerin Janne Wagler arbeitete von 2015 bis 2018 für mehrere Monate als Freiwillige in einem Altersheim für Überlebende des Holocaust in Haifa und in einem Hospiz in Jerusalem.

Auf der Nahtstelle zwischen jüdischem und arabischem Teil  von Jerusalem, liegt dieses Hospiz, in dem Juden, Christen, Muslime zusammen arbeiten, leben, sterben. Der viermonatige Aufenthalt in Jerusalem war geprägt von Unruhen, die so mancher Einheimische in Israel als dritte Intifada bezeichnet. Da hinein geriet die Schauspielerin, war täglich konfrontiert mit dem aktuellen Konflikt. Ihre Neugier hat sie zu den unterschiedlichsten Orten und Menschen gebracht, sie fragte nach, hörte zu.

Aufgewachsen in der DDR, geflüchtet noch vor dem Mauerfall über die ungarische Grenze, entdeckte die Künstlerin in Israel jene Momente, wo die eigene Biografie sich mit der Geschichte kreuzt. Sie lernte das Land und seine Menschen lieben, mit all den Widersprüchen und Spannungen. Intensiv setzt sie sich in Beziehung zu ihren Erlebnissen. Entstanden sind poetische Miniaturen, deren Kraft vor allem in der hohen Authentizität besteht.

„Die Brücke nach Haifa“ ist eine Spurensuche, eine Reise zu sich selbst, zur Familie. Texte von hoher Dichte und eine Schauspielerin, die mit wenigen Mitteln atmosphärische Bilder erzeugt, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise in ein außergewöhnliches Land.

Die Dauer des Stückes beträgt ca 95 Minuten. Es gibt keine Pause.

Alle  Bilder / Klänge und Tondokumente sind Originalaufnahmen der Künstlerin.

Eintritt: 10,00 €

 

 

 

 

 

bty

Dr. Johannes Faust Freitag, 27. September 2019 um 18 Uhr

„Faust“

nach einer historischen Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert

Eine Inszenierung des Hohenloher Figurentheater mit großen Stabfiguren in vier Akten und einem Vorspiel

  

Inhalt
Ausgehungert nach starken und besiegten Seelen rudert der vermoderte Fährmann Charon in seinem leeren Kahn über den Fluss Styx – ihn verlangt es nach höllisch kostbarer Fracht. Pluto, fettleibiger Höllenfürst, weiß um ein williges Opfer für magische Künste und „Teufelswerk“. In seinem Studierzimmer wandert rastlos und ringend Doktor Faustus, sich den Grenzen seines Wissens und seiner Unwissenheit bewusst und daran verzweifelnd. Nur zu schnell schlägt er in den blutbesiegelten Pakt mit dem Bösen ein, hastet auf den Irrweg zur angeblichen Vollkommenheit. Macht und Gold, Wein und Weib in vollen Zügen schlürft er den dargebotenen Kelch der frevelhaften Lebensfreuden, lässt sich von Mephisto auf den teuflischen Pfad führen. Nach zwölf Jahren erkennt er den Irrtum: Nicht einen Schritt weiter gekommen, nirgends die Erfüllung seines rastlosen Sehnens gefunden, soll ihm jetzt auch die himmlische Ruhe versagt bleiben. Trotz der Erkenntnis rettet ihn auch die Reue nicht – er verfällt erneut der Versuchung und hat verspielt. Der Spiegel, den ihm Mephisto vorhält, zeigt den alten Gelehrten, der sein Leben im schönen Schein, in vorgegaukelten Träumen verwirkt hat. Unerbittlich reisst die feurige Flammenhand Dr. Faust in den Höllenschlund.

Ausgangspunkt dieser weltweit verbreiteten Sage war die Figur des berüchtigten deutschen Magiers und Schwarzkünstlers Johannes Georg Faust, der im 15. Jahrhundert lebte. Seine Abenteuer und Wunderkuren hatten die Volksphantasie in Bewegung gesetzt und verknüpfte sie mit älteren ähnlichen Geschichten. 1589 wurde die Sage vom Engländer Marlowe als Drama bearbeitet und in Deutschland wieder aufgegriffen. Sie fand als Volksschauspiel weite Verbreitung. Besonders die Puppenspieler bedienten sich gerne dieses Stoffes. Goethe, der ein solches Puppenspiel in seiner Jugend sah, ließ sich davon zu seinem überragenden Werk „Faust“ inspirieren. Auch andere Dichter widmeten sich nach ihm diesem Thema, selbst Komponisten und bildende Künstler nahmen sich der „Faust“-Saga an.

Die Inszenierung des Hohenloher Figurentheaters beruht auf dem „Doktor Faustus“ von Marlowe. Mit Hilfe der handgefertigten wunderschönen Puppen entführen die Spieler das Publikum in eine mittelalterliche Welt mit ihren Vorstellungen von Gut und Böse, von Teufelsbund und Höllenfahrt. So ist diese Aufführung nicht nur ein „sagenhaftes

Vergnügen für jeden Zuschauer, sondern gibt auch Einblicke in Theaterinhalte der Vergangenheit und stellt damit die Erhaltung und Weiterführung wertvoller Traditionen des Puppenspiels dar. Und als Einstieg zur weiteren Beschäftigung mit dem Faust-Thema ist sie ebenfalls bestens geeignet.
Spieldauer ca. 80 Min.

Spieler: Johanna und Harald Sperlich
Kostüme: Johanna Sperlich
Figurenschnitzer: Jürgen Maaßen
Bühnenbilder: Rolf Cofflet

Eintritt: 15,00 €

Informationen über das Hohenloher Figurentheater finden Sie hier.

 

Michel in der Suppenschüssel Samstag, 28. und Sonntag, 29. 9. 2019 jeweils um 15 Uhr

„Michel in der Suppenschüssel“ ist wieder da!
der Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren.
Eine Koproduktion „Figurentheater Martinshof 11“ und „Figurentheater Berta & Co“.

Habt ihr schon mal was von Michel gehört, der auf dem Hof Katthult in der Gemeinde Lönneberga in Schweden lebte? Etwa nicht? Dieser Michel, das war ein kleiner, wilder und eigensinniger Junge, der mehr Unfug im Kopf hatte, als das Jahr Tage hat. Was an dem Tag so alles passierte, als Michel seinen Kopf in die Suppenschüssel steckte, das könnt ihr sehen, bei

Die Neuinszenierung überrascht mit wunderbaren, neuen und alten Einfällen

Ab 4 Jahren. Eintritt: 6,00 €

Bettleroper Sonntag, 6. Oktober 2019 um 18 Uhr

„Bettleroper“
– frei nach John Gay“.

Puppentheater Gugelhupfs Ein-Mann-Oper!

Wenn sich im Puppentheater „Gugelhupf“ der Vorhang hebt, sind leuchtende Augen und Spannung angesagt. Dann gehört das Guckkastenreich oft dem Kasper und einem Abenteuer, das er zuverlässig mit Mut, listigem Witz und Phantasie zu einem guten Ende führt. Manchmal spielen auch andere kauzige Figuren und musikalische Tiere eine tragende Rolle oder das Krokodil oder ein Zauberer … Frieder Kräuters Kinderprogramm orientiert sich an bildhaften, anschaulichen Stücken mit hintergründigem Alltagsbezug. Durchweg eigene Geschichten werden mit Herz und Humor kindgerecht aufbereitet. Die Knirpse sind mittendrin, ergreifen Partei, fiebern mit, lachen, staunen. Die kindliche Phantasie darf Luftsprünge machen – und die Großen dürfen sich entspannt zurücklehnen und mitgenießen.
Eintritt: 15,00 €

Gevatter Tod Sonntag, 13. Oktober 2019 um 17 Uhr

„Gevatter Tod
nach den Gebrüdern Grimm
Eine Produktion des Rock-Figutentheaters mit Christel Johanna Witte.

Die Geschichte ist die eines armen Mannes, der sich auf der Suche nach dem Paten für sein 13. Kind, nachdem er den lieben Gott, wie auch den Teufel abgelehnt hatte, für den Tod entscheidet, weil der doch tatsächlich alle gleich behandle. Der Gevatter verhilft seinem Patenkind zur Karriere eines berühmten Arztes. Jener hält sich jedoch nicht an das Verbot, das der Tod ihm auferlegt hatte.

Spieldauer: ca. 60 Min. Ab 8 Jahren.
Eintritt: 10,00 €

 

 

Das doppelte Lottchen Dienstag, 22. Oktober 2019 um 10.30 und 14 Uhr

 –  Kinderbuchwoche   –

Das doppelte Lottchen

Lotte und Luise sind Zwillinge. Die Eltern trennten sich, jede Hälfte nahm einen Zwilling mit, so daß die Mädchen getrennt aufwuchsen und keine von der anderen wußte. Sie entdecken das Geheimnis ihrer Zusammengehörigkeit rein zufällig in einem Kinderheim, in dem sie die Ferien verbringen. Vereint entwerfen Sie nun einen Schlachtplan, wie sie sich ihren sehnlichsten Wunsch, fortan als Schwestern unter einem Dach mit kompletten Eltern zu leben, erfüllen können. Ihr Trick besteht im Rollentausch. Jedes Kind geht am Ende der Ferien zu dem anderen, ihm bisher fremden Elternteil. Als dann am Ende die Eltern ein zweites Mal heiraten, will Kästner sagen, „daß man verlorenes Glück nachholen kann, wie eine versäumte Schulstunde“.
Ab 5 Jahren. Spieldauer: 80 Minuten. Eintritt: 5,00 €

Karo & Ringel – Eine Clownerie mit 7 Koffern Donnerstag, 24. Oktober um 10.30 Uhr

– Kinderbuchwoche –

„Karo & Ringel – Eine Clownerie mit 7 Koffern“

Puppentheater Rudolf und Volant.
Ein vollbepackter Clown stolpert schlaftrunken in das Rampenlicht. Er soll loslegen, muss sich aber erstmal hinlegen. Doch dann bewegt sich was… Heute ist auf der Bühne Platz für zwei! Mit unbekümmerter Phantasie und großer Neugier erfinden Karo und Ringel Geschichten ohne Worte. Sie verlieren sich, suchen und entdecken unermüdlich im Spiel das Glück.
Ein Stück ohne viel Worte für Kinder ab 2 Jahren und für alle Älteren auch. (Spieldauer: 45 min.)
Eintritt: 6,00 € (Gruppenpreis: 3 €)